Junge Union Heilbronn kritisiert geplante Kürzungen von Direktverbindungen nach Stuttgart
Heilbronn, 21. Mai 2026 – Beim Kreisausschuss der Jungen Union Heilbronn am 16.05.2026
wurde intensiv über die geplanten Änderungen im regionalen Bahnverkehr und die
Auswirkungen auf den Landkreis Heilbronn diskutiert. Hierbei wurde insbesondere Bezug auf
den Artikel „Weniger Direktzüge nach Stuttgart“ der Heilbronner Stimme Nord vom 16. Mai
2026 genommen. Konkret sorgten dabei die wegfallenden Direktverbindungen nach Stuttgart
für große Besorgnis unter den Mitgliedern. Gerade für Berufspendler, Schülerinnen und Schüler
sowie Studierende sind zuverlässige und direkte Verbindungen unverzichtbar. Wer den
öffentlichen Nahverkehr stärken will, darf die Menschen im Raum Heilbronn nicht mit
zusätzlichen Umstiegen und längeren Reisezeiten belasten.
Durch die neue Linienstruktur des Landes Baden-Württemberg verlieren zahlreiche Städte und
Gemeinden im nördlichen Landkreis Heilbronn ihre direkten Zugverbindungen nach Stuttgart
und Fahrgäste müssen künftig häufiger in Heilbronn umsteigen. Dabei bleibt es fraglich, ob
aufgrund der geplanten Taktung die Anschlussverbindungen überhaupt erreichbar sind.
Das baden-württembergische Verkehrsministerium begründet die Maßnahme mit einer
besseren Fahrplanstabilität. Die bisherigen langen Linienführungen von Tübingen über
Stuttgart und Heilbronn bis Osterburken seien besonders störungsanfällig gewesen, da sich
Verspätungen über die gesamte Strecke hinweg verstärkten. Wir, als Junge Union, verstehen
dieses Problem, halten jedoch die vorgeschlagene Lösung für nicht tragfähig.
Die Region Heilbronn braucht eine zuverlässige Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel,
ansonsten hat dies zur Folge das die Bahn weiter an Attraktivität verliert. Die Junge Union
Heilbronn fordert daher, die Planungen nochmals zu überprüfen und praktikable Lösungen
für die betroffenen Strecken zu schaffen. Ziel muss ein zuverlässiger und attraktiver
Bahnverkehr für die gesamte Region Heilbronn sein. Dafür müssen u.a. die vom Land
bestellten Doppelstockwagen zeitnah und konsequent geliefert und flächendeckend eingesetzt
werden. 1 Darüber hinaus müssen Anschlussverbindungen so geplant werden, dass auch bei
vorheriger Verspätung, laut Definition mindestens 4 Minuten 2
, der Anschluss erreicht werden
kann. Zu prüfen ist außerdem, ob durch mehr Puffer im Fahrplan der sog. „Langläufer“ diese in
ihrer aktuellen Struktur erhalten werden können, ohne die Attraktivität zu gefährden.
„Für den Landkreis Heilbronn und das Land Baden-Württemberg braucht es eine konsequente
und in sich schlüssige Planung des öffentlichen Nahverkehrs. Der Versuch, die Pünktlichkeit
auf Kosten der Pendlerinnen und Pendler zu verbessern, trägt dazu nicht bei. Hier braucht es
zwingend kundenfreundliche, praktikable Lösungen!“, fasst der Kreisvorsitzende Julius Förch zusammen.
1 https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/weitere-26-
doppelstockzuege-fuer-baden-wuerttemberg, zugegriffen am 21.05.2026
2 https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/mobilitaet-verkehr/bahn-und-bus/mehr-qualitaet-im-
oepnv/qualitaet-puenktlichkeit-und-zuverlaessigkeit, zugegriffen am 21.05.2026